29.10.2007
Im Einsatz für schnelle und effiziente Sicherheit
Der größte Einzelauftrag in der Geschichte der SCHMIDT Gruppe ist erfolgreich abgearbeitet worden. Am Dienstag, 23. Oktober, wurden die 17 Kehrblasmaschinen an den Flughafen Leipzig/Halle übergeben. "Ein imposanter Anblick", kommentierte SCHMIDT-Geschäftsführer Walter Schmitz die Ankunft der Spezialmaschinen auf dem Vorfeld.
Der aufstrebende Flughafen zwischen Leipzig und Halle hat seinen Winterdienst damit um eine der modernsten Schneeräumflotten weltweit ergänzt. Bei den im Schwarzwald gebauten Hochleistungsmaschinen handelt es sich um 15 kompakte Kehrblasmaschinen des Typs TJS-C 630 sowie zwei etwas kleinere TJS-C 420. Ausgestattet sind alle mit speziellen Flughafen-Schneepflügen, gezogen werden sie von einem MAN-Triebkopf. Gedacht sind sie vor allem für die schnelle und effiziente Räumung der beiden Start- und Landebahnen sowie der Rollwege.
Die Übergabe der 17 Maschinen sorgte selbst bei altgedienten Winterdienstmitarbeitern für eine Gänsehaut. Nach einer kurzen Begrüßung in der Wartungshalle durch den Geschäftsführer der Flughafen Leipzig/Halle GmbH, Eric Malitzke, und Dierk Näther, Geschäftsführer von PortGround, sowie einem Grußwort von SCHMIDT-Geschäftsführer Walter Schmitz ging es für die geladenen Gäste vor die Tür. Wie aus dem Nichts rollten dann die großen Kehrblasmaschinen auf dem Rollweg von rechts in einer Parade mit voller Beleuchtung an den Zuschauern vorbei. Dann wendeten sie, um anschließend vor der Halle nebeneinander zu parken. Untermalt wurde das Ereignis mit der imposanten Musik aus dem Film "Conquest of Paradise" von Vangelis.

Übergabe der Maschinen
Berthold Ketterer, bei SCHMIDT verantwortlich für die Flughafen-Sparte, erläuterte dann gemeinsam mit Service-Monteur Karsten Böhme vom Service Zentrum Wiedemar die Arbeitsweise der Maschinen. Dabei musste er nicht wirklich viel erklären, denn Mitarbeiter des Flughafens begleiteten die Entwicklung der Maschinen seit der Auftragserteilung. Drei Winterdienstexperten arbeiteten sogar für eine geraume Zeit in St. Blasien mit in der Produktion, um die Maschinen genau kennenzulernen. "Sie haben so ein sehr tiefes Verständnis von ihrer Arbeitsweise und Technik", weiß Walter Schmitz und lobt die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in Leipzig. So seien Maschinen entstanden, die exakt auf die Bedürfnisse des Flughafens zugeschnitten sind.
"Die kompakte Verbindung der Arbeitsschritte des Räumens, Kehrens und Wegblasens des Schnees in einem Fahrzeug gewährleistet eine hohe Räumleistung sowie einen hohen Grad an Manövrierfähigkeit", heißt es von Seiten des Flughafens zu den Vorteilen der neuen Flotte. Die Räumbreite der kompakten TJS-C 630 mit dem klappbaren Flughafen-Schneepflug MS 72.1 K beträgt 6,10 Meter, die dahinter operierende Kehrwalze erreicht eine Arbeitsbreite von 5,80 Meter. Ein Hochleistungsgebläse sorgt anschließend dafür, dass auch die letzen Schneerückstände beseitigt werden. "Mit einer Räumgeschwindigkeit von 45 km/h ist das Fahrzeug in dieser Ausführung bisher einzigartig", freuen sich die Verantwortlichen des Winterdiensts in Leipzig/Halle: "Ebenfalls für die schnelle Schneeräumung auf Start - und Landebahnen sowie auf Vorfeldern mit begrenztem Platzangebot wurde die TJS-C 420 entwickelt. Mit einer Arbeitsbreite von 4,20 Meter und einer Räumgeschwindigkeit von 45 km/h ist dieses Fahrzeug, analog der Ausführung der TJS-C 630, bisher ebenfalls einzigartig."
Nach der Präsentation der Kehrblasmaschinen und ihrer offiziellen Übergabe lud SCHMIDT die Gäste zum Buffet. Unter ihnen waren Vertreter von MAN, MAURER, des Flughafens, PortGround, die für die Bodenabfertigung zuständige Tochterfirma, und VESTERGAARD aus Dänemark. Sie übergab am gleichen Tag acht Enteisungsfahrzeuge für Flugzeuge an PortGround. Nach dem Mittagessen erhielt jeder Gast eine Tüte mit Informationsmaterial über das Angebot der SCHMIDT Gruppe.

17 Kehrblasmaschinen
Notwendig geworden war die Modernisierung der Winterdienstflotte aufgrund des wachsenden Verkehrsaufkommens vor allem im Frachtverkehr. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 42.000 Starts und Landungen auf den zwei Start- und Landebahnen gezählt. Das Fracht- und Postaufkommen betrug 2006 rund 29.300 Tonnen. Diese Entwicklung stelle alle Bereiche des Flughafens Leipzig/Halle, IATA-Code LEJ, vor neue Herausforderungen, so die Verantwortlichen. Gerade im Winter müsse das Funktionieren des Flughafens sichergestellt sein. Das Einsatzgebiet des Winterdienstes mit seinen 94 Mitarbeitern umfasst rund 2,9 Millionen Quadratmeter am und um den Flughafen herum. Dies entspricht einer Fläche von mehr als 440 Fußballfeldern.
Der Flughafen Leipzig/Halle und SCHMIDT kooperieren schon seit längerem. LEJ setzt nicht nur im Winterdienst auf das Traditionsunternehmen aus Süddeutschland. Unter anderem sind dort mehrere kompakte CJS-Kehrblasmaschinen, Flughafenschneepflüge, Sprühmaschinen zur Glättebekämpfung und Schneefrässchleudern der SUPRA-Baureihe im Einsatz. Zusätzlich sorgen rund um den Flughafen Leipzig/Halle verschiedene Kompakt- und Aufbaukehrmaschinen aus St. Blasien für sichere und saubere Verkehrsflächen. Außerdem unterhält der Spezialist für Flughafen-Spezialmaschinen in Wiedemar ein Service Zentrum - nur etwa vier Kilometer vom Flughafen entfernt. Dort gibt es auch ein Ersatzteillager und Fachleute, um die Einsatzbereitschaft aller Maschinen rund um die Uhr zu unterstützen.


